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Rettungsgasse - kinderleicht

Für  Samstag den 30.06.2018 hatte der Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V. die Feuerwehren aufgerufen am Aktionstag  „Bei Stau Rettungsgasse bilden“ teilzunehmen. 8 Feuerwehren folgten dem Aufruf und kamen an verschiedenen Plätzen im Land Brandenburg mit den Bürgern ins Gespräch. Auch die Freiwillige Feuerwehr Brandenburg informierte zum Thema. Neben Gesprächen wurden Infoflyer zur Rettungsgasse und Autoschwämme mit Aufdruck der Rettungsgasse verteilt. Zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr erreichten wir ca. 300 Kunden des Beetzsee Centers Brandenburg zum Thema. Unsere Kinder der Jugendfeuerwehr demonstrierten die Funktion einer Rettungsgasse.

 

Wenn sogar unsere Kinder die Rettungsgasse beherrschen, sollte das jeder Verkehrsteilnehmer hinbekommen.

 

Noch immer ist es trauriger Alltag, dass Rettungskräfte Unfallstellen nur sehr langsam erreichen können, weil die Fahrbahnen durch den Stau verstopft sind.

Eine Rettungsgasse ermöglicht ein zügiges Durchkommen für die Retter und kann im

Ernstfall zwischen Leben oder Tod entscheiden.  

Die Pflicht zur Bildung der Rettungsgasse zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar

rechts daneben liegenden Fahrstreifen ergibt sich aus §11, Abs. 2 STVO. Seit

Oktober 2017 drohen bei Nichtbildung der Gasse für die Rettungskräfte mindestens 200

Euro Bußgeld – statt zuvor 20 Euro. Werden Dritte dabei gefährdet, erhöht sich die Geldbuße

auf 280 Euro. Kommt es zu einem Sachschaden, liegt das Bußgeld bei 320 Euro.

Hinzu kommt in den letzten beiden Fällen ein einmonatiges Fahrverbot.

 

Interessant waren die Rückmeldungen der Brandenburger.

„Eine Rettungsgasse wird oft nicht gebildet weil nur in 10% ein Unfall die Ursache für einen Stau ist“

„Bildet man eine Rettungsgasse nutzen andere Verkehrsteilnehmer die Lücken um schneller voran zu kommen“

„In Baustellen ist es oft unmöglich eine Rettungsgasse zu bilden“

 

Genau deshalb ist es wichtig - Rettungsgasse bilden sobald sich der Verkehr staut. Sind erst alle Fahrzeuge im Stau dicht aufgefahren, dauert es zu lange um eine Rettungsgasse zu bilden wenn sich Einsatzfahrzeuge nähern.

Der Mensch ist in der Regel ein „Herdentier“. Das heißt, fängt einer an die Rettungsgasse zu bilden, werden sich die meisten anderen Verkehrsteilnehmer einreihen.

Auch in engen Baustellen ist es möglich eine Rettungsgasse frei zu halten. Wie bei der normalen Rettungsgasse gilt hier, mit Beginn vom stockenden Verkehr, ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten und versetzt zu fahren um damit Platz für Einsatzfahrzeuge zu schaffen. 

Auch wenn der Aktionstag eine gelungen Aktion war, sind aus unserer Sicht weitere Schritte/Aktionen notwendig um das Thema Rettungsgasse weiter in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu rufen. Deshalb werden wir auch beim Feuerwehrtag, der  am 01.09.2018 ab 14:00 Uhr  in der Fontanestrasse  1 stattfindet, auf das Thema eingehen. Aber auch die Themen zur Unfallprävention müssen weiter vorangetrieben werden, damit es erst gar nicht zu einem Unfall kommt. Gerade die vielen schweren LKW-Unfälle müssen durch moderne Fahrassistenzsysteme und Verkehrserziehungsmaßnahmen reduziert werden.

 

  

   
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