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3. Wipfelfeuer - Fachsymposium Waldbrandbekämpfung im TGZ in Götz

 

Am 12.09.2009 fand im Technologie und Gründerzentrum in Götz das Wipfelfeuer 2009 statt. Besucht wurde die Veranstaltung von Kameraden aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich. Da neben dem Fachsymposium auch eine Messe und Workshops an dem Tag geplant waren, fragte der Veranstalter @fire die Teilnahme des Tanklöschfahrzeuges TLF16/24 der FF-Brandenburg an.

Dieser Anfrage sind wir gern nachgekommen und stellten unser TLF plus Besatzung für diesen Tag bereit.

Nach einem reichhaltigem Frühstück (die Verpflegung war den ganzen Tag über super), startete um 09:00 Uhr die Veranstaltung. Zunächst wurde der Tagesablauf bekannt gegeben, bevor dann der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, Manfred Gerdes, die Veranstaltung offiziell eröffnete. Bereits in der Rede von Manfred Gerdes wurde klar, das Wald-und Vegetationsbrände für die Feuerwehren immer noch ein schwieriges Einsatzthema darstellen. "Auch wenn es bisher, im Jahr 2009, "nur" 150 kleinere Waldbrände gab, kann sich die Situation jederzeit ändern." Das Land Brandenburg verfügt über eine Waldfläche von ca. 1,09 Millionen Hektar, das entspricht 37% der Landesfläche. 70% der Waldfläche sind reine Kiefernwälder. Von allen Waldbränden in Deutschland ereignen sich 47% im Land Brandenburg. So verwundert es niemanden, das Waldbrände das größte Gefahrenpotential für die Feuerwehren im Land Brandenburg sind. 

Ulrich Cimolino (Berufsfeuerwehr Düseldorf) hielt einen Vortrag zu "Lehren aus bitteren Erfahrungen der Vergangenheit".

Henry Merz (Landesbranddirektor Brandenburg) ging auf die Organisation der Feuerwehren im Land Brandenburg ein, betonte den Erfolg der kameragestützten Waldbrandüberwachung, zeigte die Probleme in Waldgebieten mit Kampfmitteln auf und ging auf Einsatzmittel wie Löschpanzer, Flugzeuge u.ä. ein.

Holger de Vries (Feuerwehr Hamburg) hielt einen Vortrag zum "Einsatz von Schaum bei Waldbränden".

Jan Südmersen (Feuerwehr Osnabrück) zeigte in seinem Vortrag Anregungen zur " Waldbrandbekäpfung für kommunale Feuerwehren"

Alan Sinclair (BIA Arizona, USA) zeigte Waldbrandbekämpfungstaktiken in den USA. Er zeigte am Beispiel des "Ethan Fire" im Juni/Juli 2008 wie aus einem Enstehungsbrand ein 2700ha umfassender Großbrand werden kann.

Nach der Mittagspause ging es in die Praxisworkshops. Ziel war es das jeder Teilnehmer vorgestellte Geräte, Produkte und Taktiken selbstausprobieren kann. In den Workshops wurden folgende Themen durchgearbeitet:

  • Sicherheit im Waldbrandeinsatz (Sicherheitsregeln und Gefahrensituationen wurden praktisch vorgeführt)
  • Brandbekämpfung mit Handwerkzeugen (Was tun, wenn das Feuer nicht direkt mit Fahrzeugen erreicht werden kann und keine direkte Wasserversorgung möglich ist.
    Vorgestellt wurden bekannte und eher unbekannten Handwerkzeuge als Alternative zur Vegetationsbrandbekämpfung)
  • GeoNet NRW (Unterstützung der Einsatzkräfte mittels GPS)
  • Umgang mit Munitionsverseuchten Flächen (Experten des Kampfmittelräumdienstes der Landespolizei Brandenburg informierten über die Gefahren und Risiken bei der Brandbekämpfung und zeigten Lösungsansätze)
  • Einsatz von Löschgel (Eine Alternative zu den schon bekannten Löschverfahren, das Löschgel Firesorb®, welches zum direkten Häuserschutz oder anlegen von Feuerschneise verwendet werden kann)
  • Effizienter Wassereinsatz bei der Waldbrandbekämpfung (Praktische Nutzung von C- und D- Strahlrohren im unmittelbarem Vergleich und der Einsatz von weiteren Löschmitteln (Wasserrucksack und Schaum)wurden vermittelt und erprobt)

Am Ende des Tages konnten wir nur ein Fazit ziehen: "Informativ, lehrreich, empfehlenswert". Der Tag hat gezeigt, das Thema Wald- und Vegatationsbrand bedarf weiterhin der Schulung der Kameraden und Ausarbeitung bzw. Überprüfung von Einsatztaktiken. Alternativen bzw. Anregungen wurden gezeigt, Erfahrungen konnten ausgetauscht werden.

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Webseite von @fire!

 

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