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Großschadensübung Flugplatz-Briest

 

Einmal im Jahr treffen sich alle freiwilligen Feuerwehren der Stadt-Brandenburg, pünklich um 08:00 Uhr auf der Wache, zur Halbtagsausbildung. Themen in diesem Jahr waren:

 

  • Drehleiterausbildung
  • Bedienung Feuerlöscher
  • Funktion und Ausstattung eines Rettungswagen
  • Fahrzeugkunde am Abrollbehälter "Umweltschutz"

Nach dem Frühstück, um 10:30 Uhr, erfolgte dann eine Übungsalarmierung der Berufsfeuerwehr (BF) zur technischen Hilfeleistung. Einsatzort, der ehemalige Flugplatz Briest. Schadensmeldung:" Unfall eines Tanklastzuges mit einem Reisebus". Es rückten aus, der Einsatzleitwagen (ELW), das Löschgruppenfahrzeug (LF), das Tanklöschfahrzeug (TLF), der Rüstwagen (RW2), Wechsellader Umweltschutz und 2 Rettungswagen (RTW). Um 10:40 Uhr wurde die Dekoneinheit der FF-Brandenburg, mit Dekon-P und Tanklöschfahrzeug (TLF24/50) zur Einsatzstelle nachalarmiert. Um 10:50 Uhr dann ein Einsatzalarm der restlichen freiwilligen Kräfte (FF-Kirchmöser, FF-Göttin, FF-Schmerzke, FF-Wust, FF-Gollwitz, FF-Mahlenzien und FF-Klein Kreutz) zur Einsatzstelle. Das Löschgruppenfahrzeug (LF16/12) und das Tanklöschfahrzeug (TLF16/24) sowie die Drehleiter der Berufsfeuerwehr sicherten, während der Übung, die Einsatzbereitschaft auf der Wache.

Vor Ort treffen die Kameraden auf einen verunfallten Bus der Verkehrsbetriebe und einen verunfallten Gefahrguttransporter. Weiterhin sind 3 PKW´s in den Unfall verwickelt. Die Lage ist zunächst unübersichtlich, im Bus liegen Kinder übereinander, in den PKW´s befinden sich bewustlose Personen die eingeklemmt sind, aus dem mit Butylacrylat beladenen LKW tritt der Stoff bereits aus. Während die Rettungskräfte den Behandlungsplatz einrichten, sichten die 7 alarmierten Notärtzte die Verletzten. Je nach schwere der Verletzungen werden die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Um die eingeklemmten Personen aus den PKW´s zu befreien setzen die FF-Kirchmöser und die FF-Göttin ihre Rettungssätze (Schere und Spreizer) ein. Um den Gefahrguttransporter kümmert sich die Berufsfeuerwehr mit Kräften der FF-Schmerzke. Der Bereich wird weiträumig abgesperrt. Butylacrylat ist leicht entzündlich, reizt die Augen, Atmungsorgane und die Haut. Ein Vorgehen am LKW ist nur mit angelegtem Pressluftatmer und einem Chemikalienschutzanzug(CSA) möglich. Es wird das Leck abgedichtet und eine Plane gespannt um ein Eindringen des Stoffes ins Erdreich zu erhindern. Die Einsatzkräfte vor einer Kontamiation (Aufnahme des Stoffes) zu schützen, ist Aufgabe der Dekon-Gruppe der FF-Brandenburg. Alle im Gefahrenbereich eingesetzten Einsatzkräfte müssen über den Dekonplatz. Hier werden sie solange abgeduscht und gewaschen bis alle Reste des Stoffes beseitigt sind. Erst dann kann die Schutzausrüstung abgelegt werden. Insgesamt verlief die Übung sehr gut, aber auch Verbesserungen wurden festgehalten und werden demnächst in den Ausbildungen eingearbeitet.

Gegen 14:30 Uhr war Übungsende. Die Wachbereitschaft, der übrigen Kräfte auf der Wache, endete ohne weitere Vorkommnise.

 

 

   
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