geht nicht
   

 Einsatzkräfte der FF-Brandenburg auf die Probe gestellt

Nach fast 4 Wochen, intensiver Vorbereitungszeit, war es am 28.03.2009 soweit. Einsatzübungstag für die Einsatzkräfte der FF-Brandenburg.

 

Um 05:00 Uhr endet für die Einsatzkräfte die Nacht. Die Alarmrufempfänger melden "Unfall mit Personenschaden! Großunfall - BAB 2". Die Alarmierung sollte dazu dienen, festzustellen wieviel Zeit benötigt wird, von der Alarmierung, bis beide Fahrzeuge ausrücken und wieviel Kameraden zu dieser Zeit einsatzbereit sind.  Das Ergebniss lässt selbst das Organisationsteam erstaunen. Bereits nach 7 Minuten sind 4 Kameraden auf der Wache, jedoch kein Maschinist. Dieser trifft 11 Minuten nach Alarmierung auf der Wache ein. Jetzt kann das TLF16/24 ausrücken. Nach weiteren 5 Minuten kann auch das LF16/12 voll besetzt ausrücken. Zum Ausrücken kommt es jedoch nicht. Die eintreffenden Einsatzkräfte werden informiert das sich der Einsatz nicht bestätigt hat. Der Einsatz wird als Fehlalarmierung abgebrochen. Insgesamt sind 15 Kameraden nach Alarmierung erschienen.

Während die Kameraden auf dem Weg nach Hause sind und zurück in ihre Betten fallen, ist das Organisationsteam damit beschäftigt den eigentlichen Beginn des Übungstages vorzubereiten.

Um 06:34 Uhr findet die nächste Alarmierung über Alarmrufempfänger statt. Die eintreffenden Kräfte werden in Empfang genommen und informiert das zunächst die Wache einsatzbereit besetzt werden soll. Die Einsatzkräfte werden weiterhin darüber informiert, dass die Leitstelle an diesem Tag Wartungsarbeiten durchführen muss und deshalb ein ELW zu jedem Einsatz als mobile Leitstelle ausrückt, sowie der Reservefunkkanal zu benutzen ist. Dies war natürlich nur ein Vorwand um die Beobachter unbemerkt dem Einsatz zuordnen zu können. Um 07:00 Uhr dann die Alarmierung über Lautsprecherdurchsage:" Küchenbrand, Diskothek Manhattan". Es rücken aus, das LF16/12, das TLF16/24, ein RTW und der ELW.

Vor Ort werden die Kamerdaen bereits vom Betreiber und einigen Angestellten erwartet. In der Küche gab es einen lauten Knall und sofort eine starke Rauchentwicklung, so der Betreiber. Weiterhin die Information, das 2 seiner Angestellten sich noch im Gebäude befinden müssen. 2 Trupps werden, unter Pressluftatmer und mit C-Rohr, ins Gebäude geschickt. Einsatzauftrag: "Zur Menschenrettung, Lageerkundung und ggfl. Brandbekämpfung vor!" Da nur 2 Trupps für einen Einsatz unter PA zur Verfügung stehen, fordert der Gruppenführer Kräfte nach. Im Gebäude finden die Trupps folgende Lage vor: Das gesamte Obergeschoss ist verraucht. Die Sichtweite beträgt ca. 40 Zentimeter. Während ein Trupp den großen Saal absucht, begibt sich der 2. Trupp in den kleinen Saal und findet dort wenig später eine Person. Diese wird sofort ins Freie gebracht. im gleichen Saal kann wenige Minuten später dann auch die 2.Person gerettet werden. Eine Brandbekämpfung in der Küche muss nicht mehr durchgeführt werden, da der Brand bereits erloschen ist. Das Einsatzziel wurde erreicht, dennoch wurden vom Beobachterteam mehrere Kritikpunkte festgehalten die den Einsatzverlauf bzw. die Durchführung von Maßnahmen betraf.

Der Einsatz wurde beendet und die Einsatzbereitschaft auf der Wache wieder hergestellt. Jetzt gab es erst einmal Frühstück für die Kameraden.

Um 09:14 Uhr ertönt der Alarmgong und es erfolgt die Durchsage "Brandmeldeanlage ZF-Getriebewerk, Caasmannstraße". Die Fahrzeuge fahren zunächst die Brandmeldezentrale (BMZ) an. Der Gruppenführer geht mit dem Fahrzeugführer vom TLF zur Lageerkundung vor. Sie müssen zunächst die Anzeige auswerten um den ausgelösten Melder zu erfahren. Auf der Laufkarte wird klar, die Fahrzeuge müssen umgesetzt werden. Nachdem die Fahrzeuge umgesetzt sind lässt der Gruppenführer alles für einen evtll. Brandeinsatz vorbereiten. Mit dem Fahrzeugführer geht er nun zum entsprechenden Melder zur Erkundung vor. Nach kleinen Problemen mit der Laufkarte wird dieser gefunden, es handelte sich um einen ausgelösten Handmelder. In der Nähe befindet sich auch ein Mitarbeiter, der angibt den Brand bereits gelöscht zu haben. Dies wird kontrolliert und anschließend die Brandmeldeanlage wieder in betriebsbereiten Zustand versetzt. Damit endet auch dieser Übungseinsatz. Ziel der Übung war zu prüfen ob der gesamte Handlungsablauf an einer Brandmeldeanlage beherscht wird. Im wesentlichen war hier der Gruppenführer gefordert.

Gerade auf der Wache eingetroffen, werden die Kräfte zu einem Verkehrsunfall in die Brielower Aue gerufen. Alarmdurchsage: "Verkehrsunfall, eingeklemmte Person". Zum Ausrücken werden beide Löschfahrzeuge, der ELW und der KTW alarmiert. Der KTW rückt jedoch zunächst nicht mit aus, er trifft erst 10 Minuten nach den Einsatzkräften an der Einsatzstelle ein. Dies war im Übungskonzept so vorgesehen um die Einsatzkräfte auch in der Ersten Hilfe zu fordern und dies nicht dem Rettungsdienst zu überlassen. An der Einsatzstelle finden die Kameraden einen auf der Seite liegenden PKW vor, eine Person befindet sich noch im PKW. Der Verkehrsraum wird gesichert, der Gruppenführer erkundet mit seinem Melder die Lage. Kurze Zeit später lässt er alles für eine Rettung aus dem PKW vorbereiten. Plötzlich gerät dr PKW in Brand. Da die Brandsicherung bereits steht, kann sofort eingegriffen werden und der Brand noch im Enstehen gelöscht werden. Nun trifft auch der Rettungsdienst ein. Nach kurzer Rücksprache soll die Person so schonend wie möglich befreit werden. Erst werden die Scheinben entfernt und danach mittels Schere und Spreizer das Dach entfernt. Die Person kann nun gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Während der Rettungsarbeiten lässt der Gruppenführer auch das nähere Umfeld untersuchen. Es wird ca. 8 Meter vom Fahrzeug eine 2. Person gefunden und auch dem Rettungsdienst übergeben. Das Fahrzeug wird durch ein Abschleppunternehmen entsorgt. Der Einsatz kann beendet werden.

Auf dem Weg zur Wache geht die nächste Alarmierung, über Funk ein: "Brandeinsatz, Nebengelass - Upstallstrasse, An-und Verkauf". Bereits auf der Anfahrt ist ein Haufen Unrat zu sehen der in Brand steht. Der Gruppenführer lässt vom TLF die Wasserversorgung zum LF16 herstellen und will zur Brandbekämpfun vorgehen lassen. In diesem Moment erscheint der Eigentümer und gibt folgenden Hinweis: "Durch Funkenflug sei in der nebenstehenden Raumzelle Feuer ausgebrochen. Ein Mitarnbeiter ist zu Löschversuchen in die Raumzelle vorgegangen und bis jetzt nicht wieder erschienen". Der Gruppenführer reagiert schnell. Er lässt den Angriffstrupp, unter Atemschutz und mit Schnellangriff, in die Raumzelle vorgehen. Die Person wird schnell gefunden und dem Rettungsdienst übergeben. Bei den Löscharbeiten wird noch eine Druckgasflasche gefunden. Da dieser noch nicht dem Brand ausgesetzt war, wird sie einfach nur geborgen. In der Zwischenzeit hat der Schlauchtrupp auch den Unrat abgelöscht. Der Einsatz wird beendet. Die Kameraden können nun direkt vor Ort zum Mittagessen gehen. Danach gehts zurück zur Wache.

Die Mittagspause nutzte das Organisationsteam um über den restlichen Tagesablauf zu beraten. Es ist festzustellen, dass die gestellten Aufgaben bei den Einsatzkräften bereits ihre Spuren hinterlassen. Übung 7 wird gestrichen. Geplant war in Übung 7 einen Waldbrandeinsatz zu simmulieren bei dem das TLF eigenständig zur Brandbekämpfung vorgehen sollte, das LF16 war für die Wasserentnahmestelle an einem offenen Gewässer und zum Aufbau einer Wassergasse eingeplant.

Um 13:51 Uhr dann der nächste Alarm auf der Wache: "Brand LKW - Meyerstrasse". Über Funk bekommt der Gruppenführer noch den Hinweis, dass der LKW-Fahrer selbst den Notruf abgegeben hat, danach jedoch das Gespräch unterbrochen wurde. Vor Ort bestätigt sich der Einsatz. Am LKW ist starke Rauchentwicklung festzustellen aber auch eine Gefahrgutkennzeichnung mit der Gefahrnummer X338 und der Stoffnummer 1298. Der Gruppenführer lässt über die Leitstelle Hinweise zur Vorgehensweise einholen und alarmiert die ABC-Einheit nach. Als er die Verhaltenshinweise hat, lässt er den Angriffstrupp, unter Atemschutz und mit Schwerschaumrohr, zur Brandbekämpfung und Lageerkundung vorgehen. Jetzt wird auch der LKW-Fahrer entdeckt und gerettet. Der Angriffstrupp wird durch eine Notdekontamination dekontaminiert und eine Dekoneinheit nachgefordert. An dieser Stelle wird die Übung abgebrochen. Ziel der Übung war nur die Abarbeitung der GAMS-Regel, die im wesentlichen umgesetzt wurde.

Auf der Wache zurück wird um 15:58 Uhr zum letzten Übungseinsatz alarmiert: "Wasserschaden - Brielower Landstrasse". Diesmal wird der Gruppenführer direkt vom ELW eingewiesen. Vor Ort ein Regenwasserauffangbecken der BRAWAG. Diese soll zum Auffangen von ca. 50000 Liter Öl-Wassergemisch,welsches in die Kanalisation eingetreten ist, genutzt werden. Damit der Schaden gering gehalten werden kann, ergeht folgender Einsatzauftrag: "Das sich im Becken befindende Regenwaser soll abgepumt werden. Einsatz beider Fahrzeugheckpumpen". Als die Wasserförderung steht ist das Fachwissen vom Gruppenführer gefragt. Der ELW möchte das Fassungsvermögen vom Becken wissen, um abschätzen zu können ob die 50000 Liter aufgefangen werden können. Als fest steht, das in das Becken ca. 1,5 Millionen Liter Wasser passen, möchte der ELW noch wissen, auf welche Zeit die Einsatzdauer geschätzt wird bis das Regenwasser abgepumt ist. Danach wird auch dieser Einsatz beendet.

Auf der Wache werden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit bestückt. Für die Gruppenführer gibt es noch eine "Hausaufgabe" für den nächsten Ausbildungsdienst. Anhand einer vorbereiteten Unterlage soll der Gruppenführer seinen Einsatz auswerten und selbst einschätzen was gut gelaufen ist und was hätte besser bzw. anders laufen müssen. Obwohl der Tag die Einsatzkräfte stark gefordert hat, sind alle mit der Durchführung sehr zufrieden und wünschen sich häufiger solche Übungstage.

Auch das Organistionsteam ist mit dem Tag zufireden. Die Einsatziele wurden erreicht. Die gemachten Fehler wurden von den Beobachtern dokumentiert und werden in den nächsten 2 Ausbildungsdiensten ausgewertet und als Schwerpunkte in den Ausbildungsplan eingearbeitet.

Weitere Details mit Bildern sind in der Rubrik Einsätze nachzulesen.

   
© FF-Brandenburg
Diese Website verwendet Cookies zur optimalen Darstellung der Inhalte. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.
Ok