Mittwoch, 26. Februar 2020

image001Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr und des Feuerwehrvereins

Am Samstag den 11.01.2020 fand ab 14:00 Uhr die Jahreshauptversammlung für die Einsatzkräfte der FF-Brandenburg (Wache_07) statt. Direkt im Anschluss führte der Feuerwehrverein Brandenburg an der Havel e.V.  seine Jahreshauptversammlung mit Wahl des Vorstands durch.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte der Ortswehrführer Daniel Bucko für seine Kameraden sehr viel Lob und Anerkennung. Die Nachwuchsarbeit zeigte 2019 deutlich Früchte. 9 Kameraden konnten den Truppmannlehrgang absolvieren und stehen nun als Einsatzkräfte zur Verfügung.

Die Jugendarbeit funktioniert weiter auf hohem Niveau mit 30 Kindern und Jugendlichen. Mehr gebe auch der Schulungsraum nicht her.

Der Trend in der Einsatzentwicklung ist seit Jahren in Bezug auf Anzahl und Vielfältigkeit stetig wachsend. In 2019 wurden 127 Einsätze abgearbeitet. Dabei ging die Einsatzgrenze weit über die Stadtgrenzen hinaus bis nach Wiesenau. Die FF-Brandenburg sei ein zuverlässiger und unverzichtbarer Bestandteil der Feuerwehr Brandenburg, so Bucko. Ob das weiterhin gewährleistet werden kann sei mehr als fragwürdig. Dabei lege es nicht am fehlenden Personal. Mit 53 aktiven Kameraden habe man einen guten Stand. Die Entwicklung bei der Ausstattung mit notwendiger Schutzbekleidung und Einsatztechnik gebe deutliche Bedenken zur Aufrechterhaltung der bisherigen Leistungsfähigkeit. So können neue Kameraden kaum bzw. gar nicht eingekleidet werden oder erhalten bereits abgetragene Schutzausrüstung. Kameraden mit schadhafter Schutzbekleidung müssen damit leben. Deutlich werden die Ausstattungsdefizite z.B. bei den Atemschutzgeräteträgern. So verfüge die FF-Brandenburg aktuell über 15 Kameraden die im Ernstfall zur Menschenrettung unter Atemschutz eingesetzt werden können. Da jedoch nur noch 5 zugelassene Feuerwehrhaltegurte zur Verfügung stehen, reduziert sich diese Anzahl auf eben 5 Kameraden. Mit der aktuell bekannten Planung der nächsten Jahre sieht Bucko hier keine Besserung in Sicht. Das von der Berufsfeuerwehr übernommene LF16/12 sei zwar erst 18 Jahre alt und in den letzten 2 Jahren auch mit viel Geld und einigen Werkstattbesuchen einsatztauglich gehalten worden, jedoch auf Grund seiner Nutzung in den 18 Jahren doch eher am Ende seiner Nutzungsdauer. Am Ende zähle auch nicht nur der Fahrzeugzustand sondern die dazugehörige Beladung. Eine Vielzahl von Einsatzmitteln unterliege einer max. Einsatzdauer, so dass bereits einiges an Einsatzmitteln ausgesondert werden musste und nicht mehr zu Verfügung steht. Da die FF-Brandenburg im Einsatzfall die gleichen Anforderungen wie die Kameraden der Berufsfeuerwehr zu erfüllen habe wäre eine gleichwertige Ausstattung notwendig aber aktuell nicht in Sicht.

Ein weiteres großes Problem stelle der Verwaltungsaufwand dar. Dieser ist in den letzten Jahren auf Grund neuer Gesetze erheblich gestiegen. Die aktuelle Form der der Datenerfassung sei rechtlich bedenklich, aufwendig und unzureichend. Es ist dringend notwendig hier allen 9 freiwilligen Wehren in der Stadt eine entsprechende Verwaltungssoftware mit zentraler Datenbank zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus muss die IT-Technik auf einen aktuellen Stand gebracht werden und ein gemeinsamer Netzwerkzugriff gewährleistet werden. Aus Sicht von Bucko wäre das auch ein sinnvoller Vorstoß des Landes Brandenburg den Feuerwehren im Land eine zentrale und einheitliche Verwaltungssoftware zur Verfügung zu stellen wie es das Land Niedersachsen getan hat.

Bucko bescheinigte seinen Kameraden trotz aller Probleme eine super Truppe mit kameradschaftlichem Rückhalt in allen Belangen zu sein. Das Engagement für die Stadt Brandenburg an der Havel, trotz dicker Bretter die bei der Arbeit im Weg liegen, sei auf hohem Niveau. Am Schluss forderte er seine Kameraden auf, dies beizubehalten. Nicht nur dicke Bretter zu bohren sondern richtig Späne zu machen um die Feuerwehr Brandenburg weiter voran zu treiben. 

Im Anschluss fand die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins statt. Der 1. Vorsitzende Rene Sypniewsky berichtete über die Vereinsarbeit und wie der Verein die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr unterstützte. So lag das Hauptaugenmerk in der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Arbeit in der Jugendfeuerwehr und Brandschutzerziehung.

Für die Vereinsarbeit beschafft wurden in 2019 einheitliche T-Shirts für alle aktiven Kameraden und Vereinsmitglieder um auch optisch in der Öffentlichkeit geschlossen auftreten zu können. Für die aktiven Kameraden wurden neue Kaffeetassen und eine App zur modernen Alarmierung mit Kräfterückmeldung sowie zur Termin und Informationssteuerung beschafft. Im Sportprojekt unterstützte der Verein die Anlage des Beachvolleyballplatzes auf der Wache.

Im Sommer fand ein Zukunftsworkshop an der Regattastrecke statt, bei dem sich über künftige Projekte und Ideen ausgetauscht wurde.

Nach dem Rechenschaftsbericht folgte der Bericht des Kassenwartes. Der gesamte Vorstand wurde von den Mitgliedern entlastet und die alle zwei Jahre durchzuführende Vorstandswahl absolviert.

Kamerad Gerhard Wetter und Kamerad Karl-Heinz Schwietzke stellten sich nicht erneut zur Wahl. Beide waren Gründungsmitglieder des Vereins und führten diesen 21 Jahre als Mitglieder im Vorstand . Kamerad Gerhard Wetter war 19 Jahre 1. Vorsitzender und in den letzten 2 Jahren stellv. Vorsitzender. Kamerad Karl-Heinz Schwietzke führte 21 Jahre die Funktion des Kassenwartes.

Der alte Vorstand bedankte sich bei beiden mit einem Präsentkorb für die zurückliegende Arbeit. Kamerad Wetter und Schwietzke wünschten dem Verein insbesondere dem zu wählenden Vorstand für die Zukunft ein gutes Händchen.

DSCN8425Wetter; Schwietzke

In der anschließenden Vorstandswahl stellten sich 7 Kameraden zur Wahl. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender:  Rene Sypniewsky; 2. Vorsitzender:  Daniel Bucko; Kassenwart: Tom-Michael Schmich; Schriftführer: Alexander Eckhardt; Jugendbeauftragter: Andy Peter

Vorstand

Eckhardt; Schmich; Bucko; Peter; Sypniewsky